Vom Ablauf betrachtet ist es jedes Jahr dasselbe Spiel: Ab Freitagvormittag Seminare, am Abend die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung und am Samstag und Sonntag dann das hochkarätige Vortragsprogramm. Ein Konzept, das sich bewährt hat und an dem es auch nicht viel zu rütteln gibt. Seit einigen Jahren ist auch die Rundsporthalle als Location für den Fotomarkt, den Check-&-Clean-Service und die Showbühne beliebt und entsprechend frequentiert.
Wer sein fotografisches Know-how erweitern möchte, kann das in diesem Jahr wahlweise bei einem von Frank Leinz durchgeführten und vom Filterhersteller HAIDA unterstützten Seminar über Landschaftsfotografie, bei einem Olympus-Seminar mit dem finnischen Vogelfotografen Jari Peltomäki oder im Canon-Seminar von Radomir Jakubowski tun. Eine rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen.
Am Freitagabend finden dann – bei freiem Eintritt im Heinz-Hilpert-Theater – die feierliche Preisverleihung zum »Europäischen Naturfotografen des Jahres« und zum »Fritz Pölking Preis« sowie die anschließende Ausstellungseröffnung statt.
Vortragsprogramm
Das zeigt sich wie gewohnt abwechslungsreich, hochkarätig besetzt und in diesem Jahr ausgesprochen international. Die seit zwei Jahren im Hilpert-Theater angebotene Simultan-Übersetzung in Deutsch und Englisch wird sich also wieder lohnen. Der isländische Fotograf Ragnar Axelsson, genannt RAX, einer der bekanntesten Fotografen seines Landes, stellt sein Projekt »Glacier« vor, das sich der unvergleichlichen Schönheit der isländischen Gletscher widmet, dabei aber auch die vom Menschen verursachten Bedrohungen dieser fragilen Welt aus Eis aufzeigt. Der Niederländer Jan van der Greef nimmt die Zuschauer mit in eine Welt der Mystik, Magie und tiefen Verbundenheit mit der Natur, der Spanier Jon A. Garcia zeigt durch seine Arbeit mit Flüchtlingskindern, wie wirkungsvoll Fotografie als Integrationswerkzeug eingesetzt werden kann.
Der Schotte Peter Cairns stellt die raue Schönheit seiner Heimat vor dem Hintergrund einer weitestgehend erschöpften Natur vor und Ugo Mellone aus Italien widmet sich in seinen Naturschutz-Themen aus Patagonien überwiegend endemischen Tierarten. Der Russe Sergey Gorshkov reist zu einem der am schwersten erreichbaren Naturreservate der Welt, der Wrangel-Insel, und Fotowettbewerb-Abräumer Jasper Doest erzählt eine persönliche Geschichte, wie die Fotografie sein Leben verändert hat – und umgekehrt.
Vorträge in Lünen (Auswahl)
Ragnar Axelsson (IS): Arktis – Von Gletschern und Menschen
Jasper Doest (NL): Ein Hund macht einen Unterschied – Von der Macht des Geschichtenerzählens
Stefan Christmann (DE): Pinguinliebe
Ugo Mellone (IT/ES): Jenseits des Alpenglühens – Naturschutz-Storys aus Patagonien
Sergey Gorshkov (RU): Wrangel Island
Jon A. Juarez (ES/DE): Grenzen überwinden – Eine Geschichte über Füchse, Flüchtlinge und Fotografie
Wenche Dahle (NO): Im Licht eines Meeres
Klaus Echle (DE): Wildkatzen – Rückkehr in unsere Wälder
Jan van der Greef (NL): Jenseits des Einsseins – Ein Brückenschlag zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren
Andreas Büttner & Christian-Dietrich Morawitz (DE): Die Lausitz – Ein Paradies auf den zweiten Blick
Peter Cairns (GB): SCOTLAND: The Big Picture – Eine Reise zurück zur Natur
GDT Regionalgruppe 8 Württemberg-Bayern (DE): Wilde Alb – Naturschätze zwischen Felsen, Höhlen und Wasserfällen